strafrecht9

Pflichtverteidigung


Das Gesetz sieht in bestimmten Situationen vor, dass dem Angeklagten ein Pflichtverteidiger beigeordnet wird, insbesondere bei schwereren Straftaten. Dies ist – im Gegensatz zum Zivilrecht – keine Prozesskostenhilfe, sondern sichert bei schwereren Straftaten die Rechte des Angeklagten. Dagegen kann man sich nicht wehren, es ist jedoch Ihr Recht, sich Ihren Pflichtverteidiger selbst auszusuchen.

Wenn ein Fall der notwendigen Verteidigung vorliegt, dann erhalten Sie vom Gericht eine Mitteilung. Darin ist eine Frist genannt, bis wann Sie einen Verteidiger benennen können. Leider ist diese Frist teilweise sehr kurz bemessen. Verpassen Sie diese Frist, so wird  Ihnen ohne weitere Rückfrage ein Verteidiger nach Wahl des Gerichtes – beigeordnet.

Wenn Sie also die Aufforderung zur Benennung eines Pflichtverteidigers erhalten, sollten Sie sich umgehend einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens suchen. Lassen Sie sich nicht vom Gericht einen Verteidiger „aufdrücken“. Auch wenn Ihnen bereits ein Verteidiger beigeordnet wurde, können Sie noch einen Wahlverteidiger beauftragen. Welche Möglichkeiten es dann noch gibt, den Pflichtverteidiger auszuwechseln, muss im Einzelfall geprüft werden.

Sprechen Sie mich gerne an!