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Jugendstrafrecht


Für Personen, die bei der Begehung der angeblichen Tat unter 22 Jahre alt waren, ist der Strafprozess im Jugendgerichtsgesetz geregelt. Demnach gilt das JGG, wenn Jugendliche oder Heranwachsende eine Straftat begehen. 

Jugendlicher ist, wer zur Zeit der Tat mindestens 14, aber noch nicht 18 Jahre alt ist. Im Alter von 18 bis 21 Jahren gilt man als Heranwachsender. Entscheidend ist das Alter zum Zeitpunkt der Tathandlung. Ist unsicher, ob die Tat im Jugend- oder Heranwachsendenalter begangen wurde, so gilt im Zweifel das Jugendstrafrecht.

Im Mittelpunkt des Strafverfahrens bei Jugendlichen steht der Erziehungsgedanke. Während es im Erwachsenenstrafrecht zu Geld- oder Freiheitstrafen kommt, soll im Jugendstrafrecht auch erzieherisch auf den Täter eingewirkt werden. Mögliche Sanktionen sind Einstellungen und Verwarnungen, Sozialstunden oder Arrest bin hin zur Jugendstrafe. Es gibt zudem auch Weisungen: z. B. einen Sozial-Trainingskurs zu besuchen, sich zu bemühen, einen Ausgleich mit dem Verletzten zu erreichen (Täter-Opfer-Ausgleich) oder an einem Verkehrsunterricht teilzunehmen.

Gerade bei der Verteidigung von Jugendlichen und Heranwachsenden bieten sich für die Verteidigung sehr gute Möglichkeiten, effektiv zu verteidigen. Auch hier bietet sich eine frühzeitige Rücksprache mit einem Anwalt an.

Ich verteidige in Köln und bundesweit Jugendliche und Heranwachsende, auch im Rahmen einer Pflichtverteidigung.